Gilet Jaunes, wer sind sie?

"La planète après ma bagnole"

 

 

 

 

Das Gilet Jaune ist eine Weiterentwicklung innerhalb des Volksgesundheits- Programmes der europäischen Regierungen. Am Anfang stand die Gurtenpflicht zur Minderung der tödlichen Folgen, die ein Aufprall zweier Autos hervorrufen könnte, darauf das Rauchverbot, eine Massnahme gegen den sich ausbreitenden Lungenkrebs, einer tödlichen Krankheit und nun das Gilet Jaune oder die Gelbe Weste wie der Deutsche sagt.

 

 

 

Vor ein paar Jahren bin ich zum ersten Mal auf eine solche gestossen. Ein Freund von mir, der jährlich ein paar Mal über die Grenze nach Italien fuhr mit seinem Auto, hatte es auf dem Rücksitz liegen und er erklärte mir, dass man dieses bereits an der Grenze vorzuweisen habe, und später könnte man von einer Polizeipatrouille angehalten werden und falls man dieses Gilet Giallo nicht bei sich habe, eine empfindliche Busse zu bezahlen sei. Gedacht ist auch diese Massnahme zur Verhinderung von Todesfällen, es ist nämlich bei Autopannen überzuziehen wenn man sich auf die Strasse begibt. Die Gefahr von anderen Autos überfahren zu werden, vermindert sich.

 

 

 

In diesem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, dass zum Beispiel gerne im Umkreis der Kreisel demonstriert wird, an Tankstellen und Mautstellen. Die Heimat des Gilet Jaune ist die Autobahn, es hat eine direkte, seelische Verbindung zum Auto und so auch zu Benzin und den Benzinpreisen. Weiterführend zu anderen Gilets, den Gilets Rouges, wie sie von Arbeitenden getragen werden, die sich bei ihrer Arbeit Gefahren aussetzen. Gefahren der Art wie sie zum Beispiel in Grossraumbüros nicht anzutreffen sind.

 

 

 

Nicht weit weg vom Arbeitsgilet finden wir die Arbeitshandschuhe. Nach den ersten Demonstrationen wurde die Demonstrierenden häufig mit Tränengaspetarden beworfen und zwar von den Ordnungskräften. Diese mochten es nicht, dass diese Leute ohne Autos auf der Strasse herumstanden, scheinbar sinnlos, sie waren nicht einmal auf dem Weg zur Arbeit. Danach nahm der Gilet Jaune immer seine Arbeitshandschuhe mit zur Demo um die Tränengas-Granaten Richtung Polizei zurückzuwerfen und je nachdem sogar eine Gasmaske oder einen Mundschutz, der ihn ein wenig wie einen Chirurgen aussehen liess.

 

Das wiederum wurde von den Polizeikräften und der Justiz als Gewaltbereitschaft eingestuft, eine staatsgefährdende Zusammenrottung im Sinne von "Gewalt gegen Personen oder die Zerstörung von Gegenständen" und führte zur Verhaftung und Aburteilung. Die Bewegung wurde kriminalisiert bevor sie kriminell wurde und begann in ihrer Wut über die Ungerechtigkeit Autos anzuzünden. Auch weil es nicht mehr darauf an kam eines zu haben oder nicht. Ein Abschied vom Auto, der Schritt in eine neue Gesellschaft. Von nun hiess es: Mein Auto nach dem Planeten!

 

 

 

Vor allem Menschen rund um das Prekariat wurden von den Gardes Mobiles auf das Vorhandensein der Gilet Jaunes im Auto überprüft. Aus dem einfachen Grund, dass diese Menschen vor allem in pannenanfälligen Autos vorzufinden waren und sie diejenigen sein könnten, die sich aus dem Auto hinaus auf die Autobahn begeben mussten.

 

 

 

Ja und das sind alles Menschen die jetzt auf die Strasse gehen. Sie wollen selber über ihr Leben und ihren Tod entscheiden. Im weiteren sind viele von ihnen starke Raucher, Kettenraucher. Ständig auf der Suche nach einem Ort, wo sie noch rauchen dürfen. So kam alles zusammen. Und es wurde Revolution. Kurz vor Weihnachten 2018.

 

 

 

Kühe mit 100'000 kg Lebensleistung

 

Im Zusammenhang mit der Hornkuh-Abstimmung ist das Bild der weinenden Kuh, die auf dem Sarkophag von Kawit erscheint, einer Nebenfrau des Pharaos Mentuhotep II (etwa 2000 v. Chr.), im Umlauf. Auch die alten Ägypter hatten schon hornlose Kühe.

 

Hier eine heutzutagige Vorstellung wackerer Kühe und ihrer stolzen Besitzer. Sie kommen aus Vals, Malans, Stein, Steinhausen, Oberegg, Schönengrund, Wilderswil, Ernen und heissen Alaska, Baronin, Königin, Balerina, Hermine, Playgirl, Dalida. Die Stiere heissen Zoldo, Emerald, Laszlo, Starbuck und haben nie eine lebende Kuh gesehen.

 

 

 

Die Fotos sind gestellt und die Fotograf/innen Profis, Mensch und Tier und Landschaft erscheinen im besten Licht. Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Braunvieh Schweiz. Aus den 52 Bildern haben wir die ca. 12 % Behornten ausgelesen, und ansonsten soll es ein Querschnitt sein durch die verschiedenen Selbstdarstellungen der Züchter/innen, heimatlich, freakig, bodenständig oder modern. Es sind allesamt schöne und gesunde Tiere, man kann so auch sehr gut sehen, dass auch die Hornlosen würdevoll dreinschauen.

 

 

 

Vor der Zeit der künstlichen Besamung und des Embryotransfers (seit ca. 1980) machten die Genossenschaftsstiere ihre Arbeit und damals wie heute gibt die Zucht dem Bauern noch fachliche Anerkennung, Feedback zu seiner Arbeit. Der materielle Anreiz ist heute zweitrangig, der Markt ist Mitte der 80er Jahre zusammengebrochen, gerade so gut könnte mit Mutterkühen gearbeitet werden.

 

 

 

1964 wurden die Leistungspunkte eingeführt, verbunden mit zunehmend künstlicher Besamung mit dem Ziel,  Erhöhung der Milchleistung und Verbesserung der Wiederristhöhe. Während anfangs der 80er Jahre für eine Erstmelkkuh mit 52 LP noch Preise zwischen 4000 – 4200 Franken erzielt werden konnten, bekommt man heute eine gleichwertig Kuh für 3000 Franken.

 

 

 

Beeindruckend ist die Lebensleistung mit 100000 Liter Milch. Langlebige genetisch hornlose Milchkühe.

Da kann Rote Winde neidlos nur gratulieren und sich solidarisieren, den das war wirklich harte Arbeit und vergessen wir all die Senn/innen nicht, die Melker und Hirten. Es lebe die Sennereigenossenschaft!

 

Absolut Warhola / everybody has his rights in a democraty / film von Stanisław Mucha

Bildergebnis für no tav

Der No-TAV-Kampf im Susatal

 

Bildergebnis für no tav

Gestern Partisanen heute NO TAV /gegen alte und neue Faschisten - Maxiprozess gegen No TAV (aus "Roten Hilfe" 18.03.2015)
Von 53 Angeklagten wurden 47 verurteilt – zu insgesamt über 140 Jahren Haft. Das ist das Ergebnis des „Maxiprozesses“ gegen
TAVGegner*innen im italienischen Piemont. Das Urteil vom 27.Januar 2015 wurde von Unterstützer*innen mit Empörung aufgenommen;Transportminister Lupi äußerte sich zufrieden.

 

Seit über zwanzig Jahren wehren sich Bewohner*innen des Val di Susagegen die geplante Linie des Schnellzugs (Treno ad Alta Velocità, kurz TAV)von Lyon nach Turin, die das Tal durchschneiden soll.

 

Den 53 wurden diverse Straftatenaus dem Sommer 2011 vorgeworfen: Damals hatten TAVGegner*innen
einen archäologischen Park, der durch die TAVBaustelle zerstört zu werden drohte, besetzt und dort die „Freie Republik Maddalena“ ausgerufen, nachdem Vorbild freier Republiken in der Resistenza. Am 27. Juni 2011 griff die Polizei die Besetzung an und errichtete ein militarisiertes Sperrgebiet. Die Reaktion darauf bestand unter anderem in Streiks, Straßenblockaden und
einer Demonstration am 3. Juli, an der Zehntausende teilnahmen. Viele Protestierende wurden verletzt; mindestens zwei Demonstrierende wurden nach ihrer Festnahme von der Polizei schwer misshandelt. Sie fanden sich beim Maxiprozess auf der Anklagebank wieder und wurden zu noch höheren Strafen verurteilt als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Die Vorwürfe gegen die 47 Verurteilten lauten auf Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Gewalt und Drohung gegen Staatsbeamte.

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