Style, Signs, Design, Interiors, Landscapes, Cabanes & Animals

Cabanes d'Alpages (Alphütten)Tiny Houses

Die Alphütten werden forlaufend verbessert. Zuerst waren es die Kuhalpen die modernisiert wurden. Hygieneansprüche der EU machten den Anfang, aber auch Sennen & Hirtinnen konnten zunehmend nur noch gehalten werden, indem man auf ihre Ansprüche einging. Helikoptertflüge waren plötzlich zahlbar. Doch eigentlich hing alles wiederum von der Stromversorgung ab. So die Waschmaschine auf der Kuhalp. Das Rattern des Generators gehört dazu.

 

 

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ALPIN INTERIORS (Leggero & gustoso)

 

 

Ursprünglich bestand eine Kuhalp gerade aus einem Raum in dem gekäst, gekocht, geruht und geschlafen wurde. Der einzige Tisch war zur Käseverarbeitung, als Stühle dienten angeschnallte Melkstühle. Der Schlafplatz, eine Bretterpritsche mit etwas Stroh und Heu. Und immer war man dem Rauch des offenen Feuers ausgesetzt. Und nicht zu vergessen, bis Ende der 90er Jahre keine Telefonverbindung nach irgendwo. Danach Handys ohne Empfang.

 

Heute gibt es in den Hirtenhütten fliessend kaltes Wasser, mindestens einen heizbaren Raum, eine kleine Solaranlage, einen Kochherd und neuerdings öfters eine Douche. Zunehmender Handy-Empfang. Facebook, Instagram, Tinder.

Baukartell-PUK Graubünden
Sommersitz der Redaktion / Lugirien
Baukartell-PUK Graubünden
Redacteur en Chef egal de Cuisine: Kurt Hugo von Arb

Beste Popliteratur, mit klugen Miniaturen zu Natur, Gesellschaft, Literatur, vor allem immer wieder über das Altern. Kurtz hat so ziemlich alle Berufe ausgeübt, die man sich vorstellen kann. War Bergkehrichtmann, vierfacher Genossenschaftsgründer, Metzger, Bauer, Hotelbetreiber, Koch, um nur einige Beispiele zu nennen, die mir in Erinnerung geblieben sind. Seit Jahren verbringt er mit seinem Hund Tito, einem Widergänger des bekannten Tito, den Sommer als Hirt auf Mutterkuhalmen. Und so dreht sich denn auch einiges um das Auskommen mit Tito. Nach einem so klugen Hirten wird man suchen müssen. Kurtz zählt für mich zu jenen immer selteneren Menschen, die nicht nur über eine Ausbildung, sondern über Bildung verfügen. An Popliteratur denke ich deshalb, weil banale Sprachabfälle, Werbetexte, Produktaufschriften etc. seine Texte durchziehen. Autoren wie Vladimir Kurtz fallen durch alle Raster. Zu alt. Zu eigenwillig. Zu viel Selbstironie, die manchmal ganz schön bitter sein kann.                                                     (Bernhard Kathan, Hidden Museum)